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Chronische Migräne in München behandeln | Prophylaxe mit Botulinumtoxin

Botulinumtoxin (Botox) ist eine bewährte Option gegen chronische
Migräne. Präzise Injektionen in entsprechende Muskelgruppen können
Anfallshäufigkeit sowie -stärke reduzieren. Die Diagnose einer
chronischen Migräne stellt vorab Ihre Neurologin oder Ihr Neurologe.
Bei mir erfolgt die Behandlung als Selbstzahlerleistung. Sie erhalten
vor der Behandlung eine transparente Kostenaufstellung.

Für Menschen, bei denen vorbeugende Medikamente nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden, gehört die Behandlung mit Botulinumtoxin zu den etablierten Optionen der Migräneprophylaxe. Präzise gesetzte Injektionen in definierte Muskelgruppen an Stirn, Schläfen, Kopf, Nacken und Schultern können die Zahl der Kopfschmerztage und die Intensität der Attacken verringern.

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Wann spricht man von chronischer Migräne?

Die Abgrenzung ist klar definiert: Von chronischer Migräne spricht man, wenn über mehr als drei Monate hinweg an mindestens 15 Tagen pro Monat Kopfschmerzen bestehen und mindestens acht dieser Tage die typischen Merkmale einer Migräne tragen – etwa pulsierender, häufig einseitiger Schmerz, Verstärkung durch körperliche Aktivität, Übelkeit oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Behandlung mit Botulinumtoxin ist ausschließlich für die chronische Form vorgesehen. Bei episodischer Migräne mit selteneren Attacken konnte in Studien kein überzeugender Nutzen gezeigt werden, ebenso wenig beim Spannungskopfschmerz.

Wenn Prophylaxe-Medikamente nicht ausreichen

Die Behandlung kommt vor allem dann infrage, wenn vorbeugende Medikamente bereits erprobt wurden und nicht ausreichend geholfen haben oder wegen ihrer Nebenwirkungen abgesetzt werden mussten. Ein häufiges Begleitproblem ist der Übergebrauch von Akutmedikamenten: Wer sehr oft zu Schmerzmitteln oder Triptanen greift, riskiert einen zusätzlichen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch. Studien zeigen, dass die Behandlung mit Botulinumtoxin auch bei diesen Patientinnen und Patienten wirksam sein kann.

Wie Botulinumtoxin bei Migräne wirkt

Der Wirkmechanismus geht über eine reine Muskelentspannung hinaus. Botulinumtoxin hemmt an den Nervenendigungen die Freisetzung von Botenstoffen, die an der Schmerzweiterleitung beteiligt sind – darunter Substanz P und CGRP, ein Botenstoff, der in der Migräneforschung seit Jahren im Mittelpunkt steht. Dadurch wird die Überempfindlichkeit der schmerzleitenden Bahnen im Kopf- und Nackenbereich gedämpft.

Zusätzlich entspannt der Wirkstoff die Muskulatur, die sich bei vielen Betroffenen im Bereich von Stirn, Schläfen, Nacken und Schultergürtel dauerhaft verspannt. Beide Effekte zusammen können dazu führen, dass Attacken seltener auftreten und weniger heftig verlaufen.

Seit 2011 zugelassen

Botulinumtoxin Typ A ist in Deutschland zur vorbeugenden Behandlung der chronischen Migräne bei Erwachsenen zugelassen. Grundlage waren zwei große internationale Zulassungsstudien mit insgesamt fast 1.400 Teilnehmenden, die eine Verringerung der monatlichen Kopfschmerztage und eine verbesserte Lebensqualität zeigten. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft führt die Therapie in ihren Empfehlungen zur Behandlung der chronischen Migräne.

Anders als bei manchen anderen Anwendungsgebieten handelt es sich hier also nicht um eine Off-Label-Anwendung, sondern um eine zugelassene Indikation mit klar definiertem Behandlungsschema.

Das Injektionsschema

Behandelt wird nach einem festgelegten Schema, das aus den Zulassungsstudien stammt und weltweit angewendet wird. Es umfasst 31 festgelegte Injektionsstellen, verteilt auf sieben Muskelgruppen an Stirn, Nasenwurzel, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und Schultern. Je nach Beschwerdebild können zusätzliche Punkte in besonders schmerzhaften Regionen ergänzt werden.

Die Injektionen erfolgen oberflächlich mit sehr feinen Nadeln. Der gesamte Termin dauert etwa 15–20 Minuten. Wiederholt wird die Behandlung in der Regel alle zwölf Wochen.

Ihr Behandlungsablauf

1. Erstgespräch und Prüfung der Voraussetzungen

Wir gehen Ihre Kopfschmerzgeschichte durch: Häufigkeit, Verlauf, bisherige Prophylaxe, Akutmedikation, Vorerkrankungen. Bringen Sie bitte vorhandene neurologische Befunde und – wenn möglich – ein Kopfschmerztagebuch der letzten vier bis acht Wochen mit. Es ist die wichtigste Grundlage, um später beurteilen zu können, ob die Behandlung wirkt.

2. Aufklärung und Planung

Sie erfahren, wie die Behandlung abläuft, was realistisch erreichbar ist, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie die Kosten geregelt sind. Erst danach entscheiden Sie.

3. Die Behandlung

Nach Desinfektion und Markierung setze ich die Injektionen nach dem festgelegten Schema. Eine Betäubung ist in der Regel nicht erforderlich. Nach kurzer Nachbeobachtung können Sie die Praxis wieder verlassen und Ihren Tag normal fortsetzen.

4. Verlaufskontrolle

Führen Sie Ihr Kopfschmerztagebuch weiter. Beim Folgetermin nach etwa zwölf Wochen vergleichen wir die Kopfschmerztage vor und nach der Behandlung und entscheiden gemeinsam, ob die Therapie fortgesetzt wird.

Was Sie realistisch erwarten können

Eine erste Wirkung zeigt sich meist innerhalb von zwei bis vier Wochen nach der Behandlung. Verlässlich beurteilen lässt sich der Erfolg jedoch erst nach zwei bis drei Behandlungszyklen – also nach etwa sechs bis neun Monaten. Das erfordert Geduld, und ich sage Ihnen das lieber vorab als hinterher.

Das Ziel ist keine Beschwerdefreiheit. Das Ziel ist eine deutliche Reduktion der Kopfschmerztage, ein geringerer Verbrauch an Akutmedikamenten und ein Alltag, der wieder planbar wird. In der internationalen Praxis gilt eine Verringerung der monatlichen Kopfschmerztage um mindestens 30 Prozent als Maßstab dafür, ob eine Fortsetzung sinnvoll ist. Spricht Ihr Kopfschmerz nicht ausreichend an, ist das ein Grund, die Therapie zu beenden und gemeinsam mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen andere Wege zu prüfen – nicht, immer weiterzumachen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Verträglichkeit ist in den Studien durchgehend gut dokumentiert. Nebenwirkungen sind meist mild und vorübergehend:

  • Nackenschmerzen oder ein Muskelkatergefühl im Nacken- und Schulterbereich
  • Schmerzen, Rötungen oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen
  • vorübergehendes Schweregefühl oder ein leicht abgesenktes Augenlid
  • ein Gefühl von Muskelschwäche im behandelten Bereich
  • Kopfschmerzen in den ersten Tagen nach der Behandlung

Alle Effekte bilden sich zurück, da der Wirkstoff vom Körper abgebaut wird. Nicht behandelt wird in Schwangerschaft und Stillzeit, bei bestimmten neuromuskulären Erkrankungen, bei Entzündungen im Injektionsgebiet und bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Ihre vollständige Medikamentenliste besprechen wir vorab.

Diagnose und Zusammenarbeit

Die Diagnose einer chronischen Migräne stellt Ihre Neurologin oder Ihr Neurologe. Das ist keine Formalie: Andere Kopfschmerzformen erfordern andere Behandlungen, und sekundäre Ursachen müssen ausgeschlossen sein. Wenn bei Ihnen noch keine neurologische Abklärung erfolgt ist, sage ich Ihnen das offen und wir klären zuerst diesen Schritt.

Besteht die Diagnose bereits, arbeite ich gerne mit Ihrer behandelnden Praxis zusammen und stimme mich zur laufenden Prophylaxe und Akutmedikation ab.

Was diese Behandlung nicht ist

  • Keine Akuttherapie. Botulinumtoxin wirkt vorbeugend. Eine laufende Attacke lässt sich damit nicht unterbrechen – Ihre Akutmedikation nehmen Sie unverändert weiter, in Absprache mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen.
  • Keine Heilung. Die Erkrankung bleibt bestehen. Was sich verändern kann, ist ihre Häufigkeit und Wucht.
  • Kein Ersatz für neurologische Betreuung. Die Behandlung ergänzt Ihre Migränetherapie, sie tritt nicht an deren Stelle.
  • Nicht bei episodischer Migräne. Bei weniger als 15 Kopfschmerztagen im Monat ist die Behandlung nicht vorgesehen.

Kosten und Kostenübernahme

Da die Behandlung der chronischen Migräne mit Botulinumtoxin eine zugelassene Indikation ist, ist unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich. Welche Voraussetzungen das im Einzelfall sind und ob sie bei Ihnen erfüllt sind, klären Sie am besten mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen und Ihrer Krankenkasse.

In meiner Praxis erfolgt die Behandlung als [Selbstzahlerleistung / privatärztliche Leistung]. Sie erhalten vor der Behandlung eine transparente Kostenaufstellung.

Ihre Ärztin in München

Dr. med. Tilly Full, Fachärztin für Anästhesiologie, zertifiziert durch und Mitglied der DGBT (Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinum- und Fillertherapie e.V.). Zur Behandlung der chronischen Migräne habe ich das Grundlagentraining „Diagnose und Therapie der Chronischen Migräne“ beim Arbeitskreis Botulinumtoxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie absolviert und bilde mich regelmäßig zertifiziert fort.

Die Anästhesiologie ist das Fachgebiet, in dem der Umgang mit Schmerz und die exakte Injektion an Nerven und Muskeln zum täglichen Handwerk gehören. Genau darauf kommt es bei einem Schema mit über dreißig definierten Injektionspunkten an.

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Praxis in München [Stadtteil]

[Straße Hausnummer], [PLZ] München [Stadtteil]
Telefon: [Nummer]

Öffentliche Verkehrsmittel: [Linie, Haltestelle, X Minuten Fußweg]
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Termine: [Öffnungszeiten], Behandlung nach Vereinbarung

Gut erreichbar aus [Stadtteil A], [Stadtteil B] und dem gesamten Münchner [Norden/Westen].

Häufige Fragen zur Migränebehandlung in München

Ist die Behandlung offiziell zugelassen?

Ja. Botulinumtoxin ist in Deutschland zur vorbeugenden Behandlung der chronischen Migräne bei Erwachsenen zugelassen.

Wie viele Injektionen bekomme ich?

Das Standardschema nach dem wissenschaftlich anerkannten PREEMPT-Protokoll umfasst 31 Injektionsstellen. Je nach Beschwerdebild können einzelne zusätzliche Punkte hinzukommen.

Ist die Migränebehandlung in München schmerzhaft?

Die Nadeln sind sehr fein und die Injektionen oberflächlich. Die meisten Patientinnen und Patienten beschreiben einen kurzen leichten Injektionsschmerz.

Wie schnell wirkt die Behandlung?

Der Wirkbeginn ist bereits nach wenigen Tagen spürbar, das Wirkung baut sich innerhalb von zwei Wochen weiter auf.=.

Wie oft muss die Behandlung wiederholt werden?

Da die Wirkung von Botulinumtoxin zeitlich begrenzt ist, werden die Anwendungen in der Regel in regelmäßigen Abständen wiederholt.

Was passiert, wenn die Behandlung nicht anschlägt?

Dann beenden wir sie. Ein üblicher Maßstab ist eine Verringerung der monatlichen Kopfschmerztage um mindestens 30 Prozent. Wird sie nicht erreicht, besprechen wir gemeinsam mit Ihrer neurologischen Praxis, welche Alternativen sinnvoll sind.

Kann ich meine Migränemedikamente weiter einnehmen?

Ja. Die Behandlung ersetzt weder Ihre Akutmedikation noch eine bestehende medikamentöse Prophylaxe. Änderungen daran treffen Sie mit Ihrer behandelnden Neurologin oder Ihrem behandelnden Neurologen.

Hilft die Behandlung auch bei episodischer Migräne oder Spannungskopfschmerz?

Nein. Für diese Formen ist ein Nutzen nicht belegt und die Behandlung nicht vorgesehen.

Verändert sich mein Gesichtsausdruck?

Da auch die Stirnmuskulatur behandelt wird, kann die Stirn etwas glatter wirken. Ein maskenhafter Effekt ist nicht zu erwarten.

Was sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

Neurologische Befunde, ein Kopfschmerztagebuch der letzten Wochen und eine vollständige Liste Ihrer Medikamente.

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